Von kips, quips und anderen öffentlichen Tagen

Wir liegen im Trend! Handarbeit liegt im Trend! Kreativität liegt im Trend!

Es wird plötzlich wieder gestrickt und das auch noch öffentlich (kip – knit in public – in der Öffentlichkeit stricken), von Mann und Frau, in jeder Altersgruppe, Stars – oder auch nicht. Freilich, der Markt hat sich verändert. Der virtuelle Wollmarkt ist enorm, „richtige“ Geschäfte gibt es leider nach wie vor nicht mehr so viele. Auch die „Community“ (also die nette, gemütliche Strickgruppe) trifft sich grenzübergreifend zu jeder Tages- und Nachtzeit im Internet, zum Beispiel auf www.ravelry.com. Dass die Treffen nicht nur virtuell stattfinden, beweisen die vielen regionalen Veranstaltungen an den wwkipdays (world wide kipdays). Es gibt natürlich auch „richtige“ Gruppentreffen (meist in Kaffeehäusern), wo dann wie bei uns QuilterInnen in gemütlicher Runde gefachsimpelt und gestrickt (halt nicht gequiltet) wird.
2009 kam der quipday hinzu und wir konnten tatsächlich die anderen Mitglieder der EQA mitreißen.
In vielen europäischen Ländern fand also im Juni 2009 erstmals ein „quilt in public day“ statt und es gab viele nette Erlebnisse und Erfahrungen.
Eigentlich ist es nicht so wichtig, ob öffentlich gestrickt, gesponnen oder gequiltet und gepatcht wird, sondern vielmehr, dass es viele Menschen gibt, die Initiativen setzen. Schöpferisch tätig sein, etwas herstellen, mit den eigenen Händen etwas entstehen lassen, Spaß an der eigenen Kreativität haben – darum geht es! Happy quilting, knitting, spinning … (im Zug?, im Bus?, wo auch immer!)!

Marion-Linda Paternostro

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